Henry der Schreckliche

Henry der Schreckliche

Originaltitel: Horrid Henry
Genre: Kinderfilm • Komödie
Regie: Nick Moore
Hauptdarsteller: Theo Stevenson • Richard E. Grant
Laufzeit: Ca. 94 Minuten
Label: Universum Film
FSK 6

Henry der Schreckliche   15.12.2012 von DeWerni

Henry ist nicht gerade die Art von Kind, die den Eltern nach der Pfeife tanzen: Morgens aufstehen? Ein Grauen. Zur Schule? Muss nicht sein. Erwachsene tyrannisieren und machen, was man will? Das ist die Welt von Henry und seinen Freunden. Doch kurioserweise steht seine Schule vor der Schließung. Eigentlich ein Traum für Henry, doch weit gefehlt …

 

Henry (Theo Stevenson) ist schrecklich – und das Tag für Tag, indem er den Erwachsenen um sich herum immer wieder auf der Nase herumtanzt und ihnen das Leben so schwer macht. Doch auch er hat es nicht immer wirklich leicht. Zu Hause wird er tyrannisiert, weil sein Bruder Peter (Ross Marron) ein perfekter und zuvorkommender Sohn ist und sein Vater (Mathew Horne) ihn immer wieder mit der Erinnerung an seine anstehenden Hausaufgaben nervt. In der Schule ist da ja dann auch noch seine nervige Lehrerin Miss Battleaxe (Anjelica Huston), die jeden seiner Fehler schamlos ausnutzt. Neben ein paar Freunden an der Schule muss er sich zudem immer wieder mit den zickigen Mädchen unter der Fuchtel der launischen Laura (Scarlett Sitt) rumschlagen.

 

Doch als schließlich bekannt wird, dass die Ashton Grundschule, auf die Henry geht, geschlossen werden soll, ändert sich die Situation grundlegend. Der Direktor der benachbarten Brick House Schule Vic Van Wrinkle (Richard E. Grant) und seine dunklen Machenschaften um die Schülerschaft der Ashton Grundschule muss gestoppt werden. Es bleibt Henry nichts anderes übrig, als sich mit seinem ungeliebten Bruder, der launischen Laura und ihrer Assistentin – der sauren Susi (Helena Barlow) – zusammenzutun. Um fehlende Gelder einzutreiben, kommt Henry auf die Idee, mit seiner Band Zero Zombies am anstehenden Talentwettbewerb teilzunehmen. Doch auch das soll nicht ohne Schwierigkeiten vonstattengehen. Zum einen wird er von Miss Oddbod (Rebecca Front) vom Wettbewerb ausgeschlossen, da er die hübsche Miss Lovely (Parminder Nagra) mit Kleber beworfen hat. Zum anderen versucht Vic Van Wrinkle den Auftritt zunichtezumachen, indem sein Assistent (David Schneider) ein paar Manipulationen vornimmt. Doch der launischen Laura und ihren Freundinnen gelingt es, ihn davon abzuhalten. Nun steht Henry größten Herausforderung, den Talentwettbewerb zu gewinnen und die Schule zu retten. Auch wenn er bisher nicht den Anschein dazu machte, setzt Henry alle Hebel in Bewegung, um seine kompletten Freunde zu mobilisieren und den Kampf gegen die Machenschaften der benachbarten Brick House Schule entgegenzutreten ...

 

Bildergalerie von Henry der Schreckliche (7 Bilder)

Wird es Henry und seinen Freunden gelingen, den Talentwettbewerb für sich zu entscheiden? Was wird aus den Machenschaften des üblen Vic Van Wrinkle? Und was hat die hübsche Miss Lovely mit der Sache zu tun?

 

Qualitativ liefert das Release solide Arbeit. Die Bilder sind meist scharf und wirken klar mit Detailreichtum. Die Farben sind bewusst etwas zu satt gewählt, so wird die überzogene und lustige Atmosphäre des Films unterstützt. Der Schwarzwert geht in Ordnung und der Kontrast kann überzeugen, allerdings gibt es auch recht wenig dunklere Einstellungen. Der Sound ist genretypisch recht frontlastig ausgefallen. Dies sorgt auf der einen Seite für jederzeit gut verständliche Dialoge, nimmt dem Film auf der anderen aber etwas die Dynamik. Die wenigen Effekte sind dann aber auch wieder überzeugend realisiert. Die 3D-Effekte sind in meinen Augen eher überflüssig als hilfreich. Der Film wäre ohne Probleme auch ohne die 3D-Version ausgekommen. Wer die Möglichkeit hat, kann sich diese Version anschauen, was den Film aber mit Sicherheit nicht besser macht. Nichtsdestotrotz wirken die Effekte an manchen Stellen etwas plump, wenigstens sind sie aber nicht überzogen, sondern werden für einen räumlichen Effekt verwendet. Technisch geht das Werk in Ordnung, ohne Highlights zu setzen, aber zumindest unterstützend solide HD- und 3D-Qualität zu liefern.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Auch wenn Henry, der Schreckliche im Bereich von Literatur und der gleichnamigen Fernsehserie bereits einige Bestsellerlisten angeführt hat, kann ich mich für den Film in keinster Weise begeistern. Normalerweise kann man sich als Erwachsener Kinderfilme  durchaus mit einem Schmunzeln anschauen, doch bei diesem Werk ist das anders. Selbst Kinder werden dabei keinen großen Spaß haben, zu flach ist die Story, zu unpassend die Witze. Zudem ist die deutsche Synchronisation mehr schlecht als recht. Die 3D-Version punktet mit einigen netten Effekten, die aber den Film auch nicht auf ein besseres Niveau heben können. Es handelt sich mehr um nettes Beiwerk. In Summe kann ich den Film höchstens Kindern empfehlen, die Henry vergöttern und schon alles andere um den eigenwilligen und aufmüpfigen Schüler gesehen haben. Für alle anderen gilt aber: Finger weg!!!


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