Louis, der Geizkragen

Louis, der Geizkragen

Originaltitel: L’avare
Genre: Komödie
Regie: Louis de Funès und Jean Girault
Hauptdarsteller: Louis de Funès • Guy Grosso
Laufzeit: Ca. 117 Minuten
Label: Kinowelt
FSK 6

Louis, der Geizkragen   10.06.2011 von DeWerni

Harpagon ist ein Geizkragen, wie er im Buche steht, und das obwohl er stinkreich ist. Gegen seinen Willen verlieben sich seine beiden Kinder in bettelarme Bürger, trauen sich aber nicht die geplanten Hochzeiten preiszugeben. Doch dann will Harpagon selbst die Geliebte seines Sohns zur Frau nehmen, während der diebische Hausdiener um die Hand der Tochter anhält…

 

Der stinkreiche Harpagon (Louis de Funès) ist im Frankreich im 17. Jahrhundert gerade wegen seines Reichtums ein Geizkragen, wie er im Buche steht. Das geht sogar so weit, dass er die soeben erhaltenen 10000 Goldtaler im eigenen Garten in einer Schatulle versperrt eingräbt und sie mit einer Falle sichert. Akribisch und total durchgeknallt schaut er immer wieder nach, ob seine geliebten Taler auch nicht abhanden gekommen sind. Gleichzeitig unterhalten sich die beiden Kinder Elise (Claire Dupray) und Cléante  (Frank David) des strengen Vaters über große Veränderungen in ihren Leben. Beide haben den Traumpartner gefunden und wollen bald heiraten, doch keiner traut sich, das Vorhaben an Harpagon heranzutragen. Der Grund darin liegt bei der Auswahl der Partner. Cléante hat sich in die einfache Bürgerstochter Mariane (Anne Caudry) verkuckt, die ihre alte und gebrechliche Mutter pflegt und mit ihrem Geld gerade so über die Runden kommt. Elise hat es sich noch schwerer gemacht und den Hausdiener Valère (Hervé Bellon) gewählt, der ihrem Vater immer nach dem Mund redet.

Nachdem beide beschlossen haben, ihrem Vater die Wahrheit zu sagen, präsentiert dieser ihnen seinen überraschenden Beschluss: Herpagon will Mariane selber zur Frau nehmen und hat außerdem für Elise den reichen Anselme (Georges Audoubert) als Mann vorgesehen. Keiner ist mit dem Vorhaben des Vaters einverstanden. Doch dieser lässt sich nicht beirren und lädt auf Geheiß von Madame Frosine (Claude Gensac) Mariane zur Vorstellung am Abend zum Essen ein. Nachdem wieder einige versuchen, in den Besitz Herpagons Gold zu kommen, trifft endlich Mariane ein. Zunächst ist sie von ihrem Zukünftigen zutiefst angewidert, doch bald findet sie sich mit der Situation ab. Unterstützung bekommt sie dabei von Elise. Doch was sie nicht weiß ist, dass Cléante  Hrpagons Sohn ist. Als dieser den Raum betritt, eskaliert die Situation der Familie. Herpagon fühlt sich nicht nur seine Zukünftige betrogen. Auch ist ein Unbekannter anscheinend auf das Versteck seiner Goldtaler gestoßen…

Wer wird Elise schließlich zur Frau nehmen? Werden die beiden Kinder glücklich werden oder wird es Herpagon gelingen, ihr Leben mit seinem übertriebenen Geiz im Griff zu behalten? Und wer ist hinter seinem hart verdienten Geld her?

 


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Aus meiner Sicht ist Louis, der Geizkragen nicht unbedingt das Meisterwerk von Louis de Funès. Vielmehr war es zum Ende seiner Laufbahn hin noch einmal die Verwirklichung seines ursprünglichen Theaterdaseins, das er im Kino und Fernsehen realisieren konnte. Dass er sich dabei die nicht gerade spannende Vorlage von „Molières – Der Geizige“ ausgesucht hat, ist nicht unbedingt von Vorteil. Trotz allem wird die Grundlage einigermaßen gut inszeniert und mit einigen lustigeren Szenen aufgewertet. Ich finde ja Louis de Funès und seine Art generell klasse, aber irgendwie hat sie in dieses doch eher ernste Umfeld nicht immer ganz gepasst. Trotzdem merkt man ihm den Spaß an der Rolle und dem Theater generell an. Alle Louis de Funès Fans sollten sich diesen Film auf keinen Fall entgehen lassen, das aber vor allem, weil es teilweise mal eine ganz andere Art Film des kleinen, französischen Komikers zu sehen gibt.


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