Maleficent

Maleficent

Originaltitel: Maleficent
Genre: Kinder • Fantasy
Regie: Robert Stromberg
Hauptdarsteller: Angelina Jolie
Label: Walt Disney Studios Motion Pictures
FSK 6

Maleficent   13.10.2014 von Zahnfee

Wir alle kennen das Märchen von Dornröschen, die von einer erbosten Fee verflucht wurde und durch den Stich an einer Spindel sterben sollte. Im Lauf der Jahre gab es viele Interpretationen des Märchenklassikers der Gebrüder Grimm, doch keine dieser Verfilmungen hat uns je die wahre Geschichte um die dunkle Fee Maleficent gezeigt …

 

Es war einmal die gute Fee Maleficent, die im Königreich der Moore in Einklang mit der Natur und ihren Elfenfreunden lebte. Sie war beliebt, immer um alle besorgt und wurde schließlich zur Hüterin der Moore ernannt. Eines Tages drang ein Junge namens Stefan aus dem benachbarten Königreich der Menschen in die Moore ein und wollte einen Stein stehlen. Doch statt eines Steins stahl er Maleficents Herz, und beide verband über Jahre hinweg eine enge Freundschaft … und Liebe. Doch Stefan erlag mit der Zeit der menschlichen Gier und dem Streben nach Macht.

 

Er betrog Maleficent, brach ihr das Herz und nahm ihr, was ihr am wichtigsten war. Verletzt und erbost zog sie sich in eine dunkle Festung zurück und nährte dort ihren Zorn. Und als Stefan schließlich König und Vater einer kleinen Prinzessin war, schlug Maleficents Stunde. Sie verfluchte die Prinzessin, und aus der einstigen Liebe zwischen Stefan und der Fee wurde erbitterter Hass. Über die Jahre hinweg begleitete Maleficent die kleine Aurora und wachte über sie, damit sich ihr Fluch erfüllen konnte. Ob die Geschichte allerdings so endet, wie Ihr sie aus Euren Märchenbüchern kennt - nun, das verraten wir Euch sicher nicht …

 

Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo Walt Disney her. Als Redakteur bekommt man ja wirklich einiges an Filmen zu sehen. Nicht alle sind gut, einige dagegen sind spektakulär in ihrer Umsetzung und Meilensteine der Filmgeschichte. Wir sind also quasi von hohen Standards verwöhnt und manchmal möchte man denken, es geht einfach nicht mehr besser. Maleficent und Disney beweisen das Gegenteil.

 

Wusstet Ihr schon ...

Die 5-jährige Prinzessin Aurora wird von Angelina Jolies Tochter Vivienne gespielt. 

Jedes noch so kleine Detail in diesem Film ist liebevoll ausgestaltet und die Animationen sind atemberaubend schön. Ob es nun die Lebewesen in den Mooren, die kleinen Elfen oder der große, feuerspeiende Drache sind, oft steht einem vor Staunen der Mund fast offen. Das Spiel von Licht und Schatten ist perfekt auf die jeweilige Einstellung abgestimmt und kreiert so eine dichte Atmosphäre, die den Zuschauer in ihren Bann zieht. Besonders beeindruckt hat mich diese eine Szene, in der Maleficent engelsgleich über die Wolken steigt und in der Sonne badet, und bei der es einem einfach nur die Sprache verschlägt. Generell fühlt man sich im Kino wie ein kleines Kind, das gerade erst staunend die Welt erkundet, und jeder im Saal war unverhohlen beeindruckt von der filmischen Umsetzung.

 

Ein grandioser Film ist natürlich nichts ohne eine gute Besetzung, und so muss ich an dieser Stelle, allen voran, meinen Hut vor Angelina Jolie ziehen. Ich fand schon immer, dass sie eine sehr gute Schauspielerin ist, aber in Maleficent offenbart sie sich förmlich. Auch Sharlto Copley, den wir aus District 9 und Elysium kennen, demonstriert uns als melancholischer und von Hass zerfressener König sein schauspielerisches Talent. Elle Fanning und die anderen Schauspieler müssen sich hinter Hollywood-Größe Jolie und Copley ebenfalls nicht verstecken, und selbst die Nebenrollen sind hier wirklich gut besetzt.


Bildergalerie von Maleficent (10 Bilder)

Die nach meiner Rezension der 3D Kinofassung bemängelte Schlierenbildung bei Lichteinfall ist in der 2D Version nicht reproduzierbar. Auch das Verwischen der Bildränder in schnellen Szenen ist kein Thema mehr. Stattdessen glänzt Maleficent mit einem durch und durch scharfen Bild, kräftigen, aber dennoch natürlichen Farben und einem hohen Detailgrad. Die deutsche Tonspur weist gegenüber dem Originalton leichte Schwächen beim Bass auf, insgesamt jedoch werden die Ohren mit einem hervorragend räumlichen Sound verwöhnt. Wer die Möglichkeit hat, Maleficent auf großer Fläche anzusehen, sollte davon unbedingt Gebrauch machen. Der Film ist natürlich auch auf einem handelsüblichen HD Fernseher eine Augenweide, wirkt auf einer großen Leinwand aber noch beeindruckender.


Das Fazit von: Zahnfee

Zahnfee

Maleficent ist visuell opulentes und beeindruckendes Gefühlskino. Egal ob Jung oder Alt, der Film fesselt und lässt einen nicht wieder los. Und irgendwie verspürt man am Ende, wenn der Abspann läuft, unweigerlich das Bedürfnis, noch einmal eine Kinokarte zu lösen und sich dieses bombastische Werk gleich noch einmal anzusehen.  Das letzte Mal, als ich so beeindruckt war, kam ich aus James Cameron's Avatar und konnte meine Begeisterung kaum in Worte fassen. Mit Maleficent geht es mir ähnlich. Jede Beschreibung würde dem Film spotten, man muss ihn einfach selbst gesehen haben. Die 3D-Umsetzung mag einige kleine Schwächen haben, aber egal ob nun 2D oder 3D, entgehen lassen sollte man ihn sich auf keinen Fall. Der FSK Wertung kann ich mich anschließen. Kinder unter sechs Jahren sollten sich Maleficent noch nicht ansehen, alles darüber kann und wird sich an einem wunderbaren Film erfreuen. Fans von Extras sollten unbedingt in die Blu-ray investieren, da in der DVD-Fassung keine enthalten sind.


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