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Metal Gear Solid HD Collection

Publisher: Konami
Entwicklerstudio: Bluepoint Games
Genre: Action-Adventure
Sub-Genre: 3rd-Person-Stealth-Action
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 03.02.2012
USK 16

Metal Gear Solid HD Collection   18.02.2012 von DeWerni

Mit der HD-Collection von Metal Gear Solid bekommen Freunde und Liebhaber von Microsofts Konsole ein ganz besonderes Schmankerl geboten. Bisher war es nämlich nur Besitzern der Playstation vorbehalten gewesen, Snake und seine Abenteuer erleben zu dürfen. Ob sich ein Kauf für die Xbox- oder aber auch den PS3-Fans lohnt, erfahrt Ihr in unserem ausführlichen Bericht …

Für einige Gamer werden die Abenteuer von Snake in der Metal Gear Solid-Reihe ein Grund gewesen sein, die Playstation der Xbox vorzuziehen.
Beide Konsolen können mit einigen Exklusivtiteln aufwarten, die nur für die eine oder andere Konsole veröffentlicht wird. Gibt es beispielsweise auf der Xbox exklusiv die Gears of War-, Halo- und die Forza Motorsport-Reihen, kommen Zocker von Sonys Konsole in den exklusiven Genuss von Gran Turismo, Resistance oder eben der Metal Gear Solid-Reihe. Nun hat sich der Publisher Konami vor Kurzem aber dazu entschieden, einige Titel der Reihe in neuer HD-Optik zu präsentieren und dabei auch Zocker der Xbox 360 mit dem Release zu beglücken. In dieser Sammlung von Metal Gear Solid-Titeln wird einiges geboten. Bei den enthaltenen Spielen handelt es sich um die drei Vollversionen Metal Gear Solid 2 – Sons of Liberty, Metal Gear Solid 3 – Snake Eater und Metal Gear SolidPeace Walker. Die ersten beiden Titel erschienen auf der Playstation, während Peace Walker der entsprechende Titel der Reihe für die PSP war. Als besonderes Schmankerl enthält Snake Eater zudem die nostalgischen ersten beiden MSX-Titel der Reihe. Der Umfang ist also gigantisch und wird für einige lange und gleichzeitig kurzweilige Spielstunden sorgen. Ab geht’s somit für den Hauptcharakter Snake in die einzelnen Abenteuer:

Metal Gear Solid 2 – Sons of Liberty

Während Ihr als Solid Snake gerade einen vorbeifahrenden Tanker beobachtet, auf dem sich der geheime Kampf-Überroboter Metal Gear Ray befinden soll, wird das Schiff von ein paar dunklen Typen gewaltsam übernommen.
Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um die Russen gehandelt hat. Im Namen Eures Freundes Otacon sollt Ihr möglichst unentdeckt in das Schiff eindringen und als Beweis der Existenz ein Foto des Metal Gears schießen. Als Ihr Euch so langsam in den Bauch des Tankers vorkämpft, geschieht das Unvorhersehbare: Der sich ebenfalls an Bord befindlichen Ocelot dreht durch, übernimmt den übermächtigen Metal Gear und versenkt das Schiff. Es schaut so aus, als ob Snake dabei das Zeitliche gesegnet hat. Doch einige Zeit danach taucht Solid Snake als Anführer der Widerstandskämpfer Sons of Liberty wieder aus der Versenkung auf. Gemeinsam mit dem jungen Agenten Raiden macht Ihr Euch wieder in der Person von Solid Snake auf, die sektenartige Organisation Patriots und ihre Machenschaften genauer unter die Lupe zu nehmen …

Metal Gear Solid 3 – Snake Eater
Da Snake Eater eigentlich der Teil der Serie ist, der zeitlich gesehen am weitesten zurückliegt und in den 1960er Jahren spielt, übernehmt Ihr darin nicht die Rolle von Solid Snake sondern seinem Vater Naked Snake.
Ihr werdet dabei in der schwierigen Zeit des Kalten Krieges in die Sowjetunion geschickt. Dort sollt Ihr einen famosen sowjetischen Wissenschaftler ausfindig machen, der der Entwickler der Wunderwaffe Shagohod ist: ein mobiler Panzer, der als Abschussrampe für nukleare Raketen dient. Doch die Mission gestaltet sich alles andere als einfach, weil zum einen Euer Mentor The Boss zu den Gegnern übergelaufen ist und dann noch klar wird, dass Eure Gegner die sowjetischen Elitesoldaten der GRU-Spezialeinheit mit dem Anführer Oberst Volgin sind. Doch richtig prekär wird die Lage dann, als Oberst Volgin mit Hilfe von The Boss eine russische Forschungseinrichtung mit einem nuklearen Sprengsatz dem Erdboden gleichmacht und die Schuld auf die USA geschoben wird. In der Folge liegt es an Euch und der Undercoveragentin Eva, die Schuldfrage zu klären und den dritten Weltkrieg zu verhindern …

Metal Gear Solid – Peace Walker

Auch in diesem Teil schlüpft Ihr wieder in die Rolle von Naked Snake, der sich im Jahre 1974 mitten in Costa Rica befindet.
Aufgrund der vergangenen Ereignisse hat sich Naked mittlerweile auf die Seite der Roboterfeinde gestellt. Es ist demnach auch nicht verwunderlich, dass man nun gegen die einstigen Freunde der CIA antreten muss. Diese sind nämlich gerade dabei, die neue Robotergeneration der Peace Walker im nahegelegenen Dschungel zu testen: Sie sind mit Nuklearsprengköpfen bestückt. Auch hier liegt es wieder an Euch als Naked Snake und einigen Verbündeten, da Schlimmste zu verhindern …

Wilde Stealth-Action
Grundlegend muss man mal festhalten, dass sich das Durchspielen jedes einzelnen Titels auf jeden Fall lohnt, auch wenn man – gerade im Vergleich zu aktuellen Titeln – sicherlich das eine oder andere technische oder Gameplay-Manko feststellen wird.
Bei den Titeln der Reihe handelt es sich um taktische Schleichaufgaben, die missionsartig gemeistert werden müssen. Desto weniger man bemerkt wird, desto besser hat man seinen Job gemacht. Dabei wirkt vor allem die Steuerung etwas altbacken und diese ist manchmal auch mehr hinderlich als hilfreich. Generell sieht man den eigenen Spieler meist in einer 3rd-Person-Ansicht mit einer frei im Kreise bewegbaren Kamera. Mit einer der Schultertasten kann man sich aber auch kurzzeitig in die Ego-Perspektive katapultieren, um einen besseren Einblick in das zu gewinnen, was der eigene Charakter gerade sieht. Dadurch, dass man die Kamera nicht immer auch im Winkel zur Erde frei bewegen kann, gibt es doch des Öfteren Einstellungen, in denen entscheidende Details nicht gesehen werden können. Dies führt manchmal zum Tode des Charakters. Ansonsten stehen einem als Hilfen divers Tools, wie beispielweise Ferngläser, Totstellpillen oder sonstige Hilfsmittel, und natürlich eine Menge Waffen, wie Messer, Pistolen, MGs und Scharfschützengewehre, zur Verfügung. Da mangelt es kaum an etwas.

Wenn Ihr Euch auf längeren Außeneinsätzen befindet, solltet Ihr auch die Ausdauerleiste nie aus den Augen lassen.
Diese verringert sich nämlich mit der Zeit, was negative Auswirkungen auf Eure Fähigkeiten hat. Auffüllen könnt Ihr die Leiste immer wieder, indem Ihr Speis und Trank zu Euch nehmt. Dabei handelt es sich oftmals um gefundene oder gejagte und erlegte Lebensmittel, wie beispielsweise Schlangenfleisch. Wenn Ihr in der Natur unbemerkt unterwegs sein wollt, so ist es mit am wichtigsten, die richtige Kleidung mit der entsprechenden Gesichtsbemalung zu kombinieren, sodass man sich von den natürlichen farblichen Gegebenheiten der Umwelt möglichst wenig absetzt. Der Erfolg des Ganzen wird im Übrigen anhand eines prozentualen Tarnindex in der rechten, oberen Ecke vermerkt. Auch die typische Lebensleiste gibt es, die Eure verbliebene Lebensenergie anzeigt. Weniger wird diese, wenn Ihr entdeckt werdet und die gegnerischen Soldaten Euch schlagen oder per Schusswaffe verletzen. Ihr haltet zwar einiges aus, trotzdem ist es am sinnvollsten und schonendsten, wenn Ihr erst gar keine Verletzungen einstecken müsst, weil man Euch gar nicht entdeckt. Die Präsentation bekommt ihr im Übrigen filmreif geliefert – und das ist wörtlich gemeint. Es gibt sehr viele Zwischensequenzen, die vom Stil her an die Einstellungen, Schnitte und Darstellungen eines Filmes erinnern und so einem die Story präsentiert wird. Manchmal hat man das Gefühl, das es zeitlich gesehen mehr Zwischensequenzen und Story zu bewundern gibt, als dass man ans Spielen kommt. Man merkt auf jeden Fall anhand dieses Indizes, dass das Game einen japanischen Ursprung hat.

Gelungene Optik oder Technikmurks
An dieser Stelle bleibt zunächst festzuhalten, dass sich die drei Spiele in ihrem Design und der technischen Umsetzung doch deutlich voneinander unterscheiden.
Das schlechteste Bild gibt dabei sicherlich Sons of Liberty ab, was aber aufgrund des Alters des Spiels auch nicht wirklich verwunderlich ist. Dabei fällt die Grafik in ihrer HD-Optik doch recht schlicht, detailarm und teils etwas grob aus, was aber nicht zuletzt auch an dem in grau gehaltenen Setting auf dem Tanker liegt. Trotzdem kann das Spiel auf der anderen Seite mit einigen tollen grafischen Effekten punkten. Einen weitaus besseren Eindruck macht der Teil Snake Eater im technischen Bereich. Hier ist die hohe HD-Auflösung gut zu sehen und sorgt für tolle, immer noch aktuelle Bilder. Lediglich die etwas in die Jahre gekommenen Texturen fallen nicht immer ganz so gut aus. Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch, dass man sich bei diesem Teil dazu entschieden hat, das erweiterte Subsistance-Package in die Sammlung zu packen. Dies hat vor allem die Auswirkung, das mit Snake Eater die beiden nostalgischen MSX-Klassiker Metal Gear und Metal Gear: Solid Snake angeboten werden, also zwei weitere Titel, in die sich ein Blick lohnt, wenn man auf Klassiker der alten Schule steht. Auch wenn man bei Peace Walker sicherlich technisch den größten Spagat gemacht hat und einigermaßen gelungene und klare Bilder liefert, sind die Ursprünge auf dem Handheld immer noch erkennbar: Zu eckig und etwas unrund schaut die Grafik einfach aus. Erwähnen muss man dagegen an dieser Stelle auf jeden Fall den Onlinemodus, der einem auch das Spielen im Koop-Modus mit bis zu vier Personen oder gegeneinander mit bis zu sechs Personen online ermöglicht. Das ist deswegen so erwähnenswert, weil dieser Titel als Einziger der Sammlung überhaupt einen Onlinemodus an Bord hat.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Auch wenn die Spiele teils mehr teils weniger etwas in die Jahre gekommen sind und mich vor allem die Steuerung und Perspektive manchmal schon an den Rand der Verzweiflung getrieben haben, sind die Titel aus optischer Sicht richtig gut umgesetzt. Nichtsdestotrotz fallen auch die technischen Mängel des Materials ins Auge, was dem Spielspaß aber keinerlei Abbruch tut. Überzeugend ist zudem der Umfang, mit dem das Game in keiner Weise geizt: zwei komplette Spiele von Sonys Konsole, zudem Peace Walker von der PSP und außerdem die ersten zwei Titel der Reihe von der MSX – Wahnsinn! Für den Preis muss man einfach zuschlagen, vor allem dann, wenn man die Titel entweder noch gar nicht kannte oder sie noch nicht in der eigenen Sammlung stehen. Einziges Manko ist der fehlende erste Teil – ansonsten kann ich nur empfehlen, auf jeden Fall zuzuschlagen!


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Drei tolle und spannende Spiele
  • Zwei weitere nostalgische MSX-Titel
  • Schöne und detailreiche HD-Präsentation
  • Gute Umsetzung bei Grafik und Sound
  • Gelungene Atmosphäre
  • Typische Soundeffekte
  • Teils etwas in die Jahre gekommen
  • Altmodische Darstellung
  • Etwas zu viele und lange Zwischensequenzen
  • Lange Ladezeiten
  • Fehlender erster Teil
  • Keine deutsche Synchronisation





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