OSS 117 - Er selbst ist sich genug

OSS 117 - Er selbst ist sich genug

Originaltitel: OSS 117 – Rio ne répond plus
Genre: Actionkomödie
Regie: Michel Hazanavicius
Hauptdarsteller: Jean Dujardin • Louise Monot
Laufzeit: Ca. 107 Minuten
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 12

OSS 117 - Er selbst ist sich genug   12.09.2010 von DeWerni

In seinem zweiten Filmauftritt muss OSS 117 im Auftrag der französischen Regierung wieder eine Menge Agenten ums Eck bringen, sein Hauptziel: Zwei Mikrofilme im Besitz des Nazis Von Zimmel. Dabei wirft er sich in seinen Smoking, geelt die Haare glatt, verführt eine Menge hübscher Damen und strapaziert vor allem unsere Lachmuskeln…

 

1967 - Als der Geheimagent Hubert Bonisseur de La Bath oder OSS 117 (Jean Dujardin) aus seinem Kurztrip nach Gstaad in die Zentrale des französischen Geheimdienst zurückkehrt, bekommt er gleich einen neuen Auftrag. Ungeheulericherweise gab es zu Zeiten des zweiten Weltkriegs Nazi-Kollaborateure. Einen Mikrofilm mit entsprechenden Informationen soll OSS 117 in Rio De Janeiro aus den Händen von Nazigeneral Von Zimmel (Richard Vogler) gegen eine entsprechende Zahlung erhalten. Doch als OSS 117 am vereinbarten Treffpunkt eintrifft, warten nur die Schergen des Generals auf ihn – und empfangen ihn mit einer Bleisalve. Er kann sich gerade noch in Sicherheit bringen und wird von ein paar Juden in ihr Fahrzeug aufgenommen. Doch auch die Juden verschleppen ihn und bieten ihm aber anschließend einen Deal an: Er soll gemeinsam mit der hübschen Agentin Dolorès Koulechov (Louise Monot) auf die Jagd nach Von Zimmel gehen. Die Juden wollen ihn immer noch wegen seiner Kriegsverbrechen vor Gericht stellen, die Franzosen sind nur auf die beiden Mikrofilme heiß.

 

Nun beginnt die Action erst richtig. Nach ersten Ermittlung, die bei OSS 117 eher so aussehen, dass er mit ein paar Frauen am Pool liegt und das Leben genießt, während Dolorès wirklich auf der Suche nach Informationen ist, kommen die beiden dem Sohn Von Zimmels auf die Spur, der sie schließlich auf einen Kostümball führt, auf dem auch Von Zimmel anwesend sein soll. Doch der Kostümball entpuppt sich als Treffen des ehemaligen Naziregimes im Brasilien. Durch ihre Verkleidungen – Dolores als Zimmermädchen und OSS 117 als Robin Hood – geraten die beiden schnell in den Fokus des Interesses und natürlich auch der Nazis, die schon auf ihn gewartet haben. Ein erbitterter Kampf zwischen den Nazis auf der einen und OSS 117 und Dolorès auf der anderen Seite beginnt, in den sich früher oder später auch noch chinesische und amerikanische Interessen mischen…

Wer der beteiligten Nationen wird schlussendlich noch das bekommen, was es wollte? Werden sich Dolorès und OSS 117 aus der misslichen Lage befreien können? Und wie viele Bondgirls findet ihr während des Films?


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Der Film hat aus meiner Sicht seine zwei Seiten, die aber auch dazu führen, dass er nicht wirklich überzeugen kann. Auf der einen Seite werden hier viele Klischees, Vorurteile und auch andere Filme einfach nur auf die Schippe genommen, was teilweise sehr gut umgesetzt ist. Auf der anderen Seite wirkt das Ganze aber auch hin und wieder so weit überzogen, dass es irgendwie schon nicht mehr lustig ist.  Jean Dujardin in der Hauptrolle macht seine Sache sicherlich richtig gut und wirkt jederzeit authentisch. Die Story ist passend zum ganzen Pseudo-Agententum deutlich überzogen. Mit OSS 117 kommt auf jeden Fall der perfekte Agent, der selbst James Bond in allen Belangen überlegen ist: Er ist hübscher, intelligenter, besser gekleidet, hat den größeren Erfolg und vor allem noch mehr und noch hübschere Bondgirls – Was kann da der Welt noch passieren? Wer auf oberflächliche Komödien steht, die weder sich selbst noch alle anderen Filme ernst nehmen, die werden mit dem zweiten Teil von OSS 117 wieder eine Menge spaßiges Futter vorgesetzt bekommen. Gute Umsetzung!


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