Requiem for a Killer

Requiem for a Killer

Originaltitel: Requiem pour un Tueuse
Genre: Krimi / Thriller
Regie: Jérôme Le Gris
Hauptdarsteller: Mélanie Laurent • Christopher Stills
Laufzeit: Ca. 93 Minuten
Label: Studiocanal
FSK 16

Requiem for a Killer   14.03.2012 von DeWerni

Lucrèce ist eine absolute Größe im Geschäft der Auftragskiller. Doch aufgrund ihrer Tochter beschließt sie, nur noch einen letzten großen Auftrag anzunehmen: Sie soll den berühmten Opernsänger Alexander Child umbringen. Doch bei diesem Job geht einiges daneben. Und so steht plötzlich nicht mehr Alexander, sondern sie und ihr Partner im Kreuzfeuer übler Killer …

 

Lucrèce (Mélanie Laurent) ist schon fast so etwas wie eine Legende in ihrem Gebiet: Sie ist eine eiskalte und gleichzeitig unauffällige Auftragskillerin, die bekannt dafür ist, alle Aufträge zuverlässig zu erfüllen. Ihr Partner bei den organisatorischen Angelegenheiten ist Agent l’Arménien (Tchéky Karyo). Doch als Lucrèce wieder einmal in Ruhe mit ihrer achtjährigen Tochter zusammensitzt, realisiert sie, dass es nun Zeit ist auszusteigen und sich um ihre Familie zu kümmern. Doch als sie diese Information Agent mitteilen möchte, kommt dieser noch einmal mit einem lukrativen Angebot an und bittet sie, noch für diesen letzten Auftrag zur Verfügung zu stehen. Aus machthaberischen und geldgierigen Hintergründen soll sie den schottischen Opernsänger Alexander Child (Christopher Stills) erledigen, um den Bau einer Ölpipeline zu ermöglichen. Sie gibt Agent nach und stimmt diesem allerletzten Auftrag zu.

So wird sie dann auch in das Stück "Messias von Händel" eingeschleust. Die vierköpfige Sängerbesetzung hat sich für die Aufführung und dessen Vorbereitung in den Schweizer Alpen zusammengefunden. Während der Rest des Ensembles auch schon fleißig am Üben ist, gibt Lucrèce vor, an einer Verstimmung durch die Luftveränderung zu leiden und erst wieder zur Premiere gesanglich auf der Höhe zu sein. Von da an versucht sie, sich mit dem Umfeld vertraut zu machen und den Fokus auf die Annäherung an Alexander Child zu legen. Was sie allerdings nicht weiß, ist, dass die Polizei bereits von dem Vorhaben erfahren hat. Nur wissen die Ermittler nicht, wer der potenzielle Mörder ist und schicken deswegen den designierten Agenten Rico (Clovis Cornillac), der sich als Gitarrist des Orchesters ausgibt, vor Ort. Nachdem Lucrèce bereits einige Mordversuche nicht erfolgreich zu Ende bringen konnte, kommen ihr wie auch dem Umfeld immer mehr Zweifel. Plötzlich wendet sich das Blatt. Als Agent erfährt, dass ihr Auftraggeber abgesprungen ist und einen Dritten eingeschaltet hat, wird die Sache langsam kritisch. Während Lucrèce weiter Jagd auf Alexander macht, steht sie auf einmal selber im Fokus des Interesses. Ein gefährliches Spiel um Leben und Tod und gegen die Zeit beginnt …

Wird die Polizei dem Treiben der beiden Auftragskiller auf die Schliche kommen? Gibt es eine ruhigere Zukunft für Lucrèce und ihre Familie? Und was wird aus der anstehenden Aufführung von "Händels Messias"?

 

Von der technischen Umsetzung her liefert dieses Release eine ordentliche Leistung ab. Das Bild liegt meist in einem ordentlichen Schärfebereich, auch wenn hier noch mehr möglich gewesen wäre. So gelingt es leider nicht immer ganz, mit Detailreichtum und einem gewissen plastischen Effekt zu prahlen. Der Kontrast ist gut, in manchen Stellen aber etwas zu steil gewählt, was zu leichten Überstrahlungen führt. Die Farben wirken authentisch, sind aber dennoch ein wenig blass. In einigen Einstellungen ist ein leichtes Bildrauschen zu erkennen, was aber nicht weiter störend ist. Vom Ton her ist der Transfer recht frontlastig gehalten, was aber nicht zuletzt an der ruhigen und dialogreichen Art des Films liegt. Wenn man in die musikalischen Szenen einsteigt, bekommt man dann aber doch ein paar Effekte aus den anderen Boxen geliefert. Auch wenn diese nicht übermäßig auffallend sind, wird ein ordentliches räumliches Klangbild erzeugt. Die Dialoge sind in jedem Fall gut zu verstehen. Insgesamt eine mittelmäßige bis gute Realisierung im HD-Bereich!

 


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

In "Requiem for a Killer" wird wieder einmal das Prinzip des sexy weiblichen Auftragskillers aufgegriffen. Dabei gelingt es zwar eine durchaus interessante Story zu stricken, doch so richtig in die Gänge kommen, tut das Werk nie. Es fehlt einfach ein wenig an Action und Spannung, bei denen man Angst um die Hauptdarstellerin haben müsste, und außerdem an etwas Realitätsbezug. Für einen Thriller kommt der Film viel zu unspektakulär und ruhig daher, hier hätte man schon ein oder zwei Gänge draufpacken müssen. Nichtsdestotrotz wird man von der interessanten Story unterhalten. Die Schauspieler, die allesamt nicht weltbekannt sind, aber doch einen Namen haben, machen ihre Sache gut, auch wenn man schon Besseres gesehen hat. Insgesamt zeigt der Film viele nette Ideen, die aber nicht richtig ausgegoren und zu Ende geführt wurden. So kann man den Film leider nur Fans des Genres wirklich ans Herz legen. Falls man Interesse zeigt, dann sollte man aber auf jeden Fall zur Blu-ray greifen.


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