Savaged - Sie nahmen ihren Körper

Savaged - Sie nahmen ihren Körper

Originaltitel: Savaged
Genre: Horror
Regie: Michael S. Ojeda
Hauptdarsteller: Amanda Adrienne
Laufzeit: DVD (91 Min) • BD (91 Min)
Label: Ascot Elite
FSK 18

Savaged - Sie nahmen ihren Körper   20.04.2014 von GloansBunny

Wenn I spit on your Grave auf The Crow trifft und mit einer Portion Kill Bill garniert wird, entsteht daraus ein blutiger Rachefilm namens Savaged. Ob das vielversprechend aussehende Cover auch hält, was es verspricht?

 

Gequält, vergewaltigt und abgestochen wie ein Stück Vieh - das Leben der hübschen Zoe endet grausam. Brutale Rednecks haben sie überfallen und nachdem sie ihren Spaß mit ihr hatten, verscharren sie Zoe irgendwo in der Wüste New Mexicos. Dort findet ein alter Schamane die junge Frau. Er spürt noch einen winzigen Funken Leben in dem zerschlagenen und geschundenen Körper. Mit all seiner Kraft und indianischem Wissen versucht er, sie mit einem heiligen Ritual ins Hier und Jetzt zurück zu holen. Aber mit Zoe erwacht auch der Geist eines zornigen Apatschenhäuptlings, der Besitz von Zoes Körper ergreift. Der Krieger wurde einst von einem Vorfahren der Rednecks ermordet und brennt seit einem Jahrhundert darauf, im Blut seiner Feinde zu baden. Das Mädchen und der Krieger verbreiten bald nackte, brutale Angst. Aber ihre Rache ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn Zoes Körper verwest schnell ...

 

Regisseur Michael S. Ojeda spart in seinem Werk Savaged nicht an blutigen Spezialeffekten. Der hungrige Rachefeldzug der gequälten Zoe beginnt mit schönen Landschaftsaufnahmen New Mexicos und mündet schnell in ein visuell ansprechendes, düsteres Gemetzel. Zartbesaitete Zuschauer sollten besser einen großen Bogen um Savaged machen, denn Gedärme, abgetrennte Gliedmaßen und andere extrem schmerzhafte Verletzungen werden schamlos und detailliert in Szene gesetzt. Aber Savaged kann mehr als nur Splatter. Die Story ist stimmig und logisch, die überschaubaren Dialoge ergeben Sinn und die schauspielerischen Leistungen sind durchweg glaubwürdig und überzeugend. Gerade Amanda Adrienne gelingt es, ihre Rolle der Besessenen mit einem Funken Menschlichkeit extrem authentisch darzustellen und eine gewisse Empathie für ihre grausigen Taten zu erzeugen. Doch auch die Nebenrollen sind stark besetzt, so dass man beispielsweise der kranken Ader der Rednecks absolut Glauben schenken kann. Die blutige Mischung aus The Crow, I spit on your Grave und Kill Bill unterhält Genrefans von Anfang bis Ende, überrascht mit stimmiger Atmosphäre, etwas billigen, aber passenden Spezialeffekten und mit einem nicht unbedingt vorhersehbarem Finish.

 

Bildergalerie von Savaged - Sie nahmen ihren Körper (24 Bilder)

Technisch bietet Savaged ein glasklares, detailliertes, aber etwas blasses Bild, das in den dunklen Szenen mit deutlichem Rauschen und Grobkörnigkeit zu kämpfen hat. Die deutsche Tonspur überzeugt mit guter, authentischer Synchronisation und glasklarem 5.1-Surround-Sound, die Hintergrundmusik ist unauffällig und indianisch angehaucht. Im Extras-Bereich finden sich ein Making Of, ein animiertes Storyboard, Deleted Scenes und einige Trailer zu einem bunten Mix an Zusatzinhalten zusammen. Wer mit dem Kauf von Savaged liebäugelt, sollte unbedingt auf die 99-minütige Uncut-SPIO-Fassung auf Blu-ray zurückgreifen, alle anderen Versionen sind um ca. 4 Minuten gekürzt!


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

Savaged ist ein B-Movie, der sich an manch Filmvorbildern bedient, was der Coveraufdruck "I spit on your Grave trifft auf The Crow" schon selbstbewusst beweist. Ich persönlich würde den Slogan ja sogar noch um den Titel Kill Bill erweitern. Doch trotzdem (oder vielleicht deswegen?) hat mich Savaged gut unterhalten, was nicht nur den zahlreichen, detaillierten Splatterszenen zu verdanken ist. Denn neben herausquellenden Gedärmen, abgetrennten Gliedmaßen und anderen grausigen Verletzungen überzeugen vor allem die logische Story und die guten schauspielerischen Leistungen. Savaged bietet von Anfang bis Ende viel fürs blutdürstende  Auge und überrascht mit einem so nicht unbedingt vorhersehbarem Finish. Savaged ist definitiv nichts für zartbesaitete Zuschauer, die beim ersten Tropfen Blut in Ohnmacht fallen. Denn der rote Lebenssaft fließt hier Eimerweise, sogar in den technisch nicht ganz sauberen dunkeln Szenen. Wer Lust auf 99 Minuten Rachsüchtiger-Geist-Im-Körper-Einer-Frau-Gemetzel hat, bei dem viel Blut und Innereien in der Wüste New Mexicos verteilt werden, während das Fleisch der Geschundenen sichtbar verwest, darf ruhig einen Blick auf Savaged werfen - Aber bitte dann nur die Uncut-Version!


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