Sex on the Beach

Sex on the Beach

Originaltitel: The Inbetweeners Movie
Genre: Teenie-Komödie
Regie: Ben Palmer
Hauptdarsteller: James Buckley, Simon Bird, Joe Thomas
Laufzeit: 97 Min.
Label: Universum Film
FSK 12

Sex on the Beach  30.01.2012 von Benji

Kaum aus der Schule raus muss die neu erworbene Freiheit direkt ausgekostet werden. Was in Amerika mit dem Spring Break bereits zur Tradition wurde, wird neuerdings auch in Europa Mode. Dass solche, zumeist chaotischen Sommerurlaube, allerdings meist im totalen Fiasko enden, mussten die vier britischen Ex-Schüler Will, Neil, Simon und Jay allerdings auf die harte Tour lernen. In „Sex on the Beach“ versucht sich das britische Kino an Teenager-Komödien nach dem Vorbild von „American Pie“. Kann so etwas überhaupt gut gehen?

Geschafft!
Das Unvorstellbare ist eingetreten und die chaotische Freundesclique um Simon Cooper hat den Schulabschluss geschafft. Das muss natürlich gefeiert werden. Doch der im Vorfeld geplante Sommerurlaub wird von der Tatsache überschattet, dass sich Simons Freundin Carli von ihm getrennt hat. Ein Glück, das Frauen im Urlaub angeblich so schön willig sind. Da dürfte sich für den deprimierten Teenager schon eine Lückenbüßerin finden lassen, meint zumindest sein Freund Jay. Aber was anfangs so schön durchdacht ist, endet natürlich aus Teenagersicht katastrophal. Das Hotel sieht bei Weitem nicht so gut aus wie auf der Internetseite und die Frauen wissen irgendwie auch nichts mit dem britischen Chaos-Quartett anzufangen. Erst als sie in der wohl ödesten Disco Kretas auf vier süße Mädchen treffen, scheint ihr Glück wiederzukehren. Wären da nicht diese fiesen Einstiegshürden, denn Simon ist noch nicht über seine Trennung hinweg, Jay scheitert an überzogenen Erwartungen, Neil bleibt bei den Rentnerinnen hängen und Will weiß nicht mit Frauen umzugehen.

Keine Angst liebe Leser.
Was sich jetzt noch wie ein grauenvoller Abklatsch von American Pie anhört, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als charmante Komödie im Teenager-Dress. Denn „Sex on the Beach“ heißt im englischen OriginalThe Inbetweeners Movie“ und stellt den filmischen Höhepunkt einer britischen Erfolgsserie dar. Was hierzulande absolut unbekannt ist, war auf der Insel der Fernsehknaller schlechthin. Das mag nicht zuletzt an den talentierten Jungschauspielern liegen, die den chaotischen Schülertrupp darstellen. Hier findet sich nämlich der passendste Charaktermix seit „Hangover“, und das soll was heißen. Will ist der schüchterne Streber, der mit dem schillernden Nachtleben auf Kreta eigentlich gar nichts anfangen kann. Neil ist ein Volltrottel par excellence, Jay ein Möchtegern-Frauenaufreißer und Simon der gutmütige Junge von nebenan. Zusammen sorgen die Vier für niedliche, chaotische Story-Twists, die glücklicherweise zum großen Teil auf banalen Kinderhumor verzichten.
Leider gibt es bei Teenie-Filmen dieser Art immer einige Klischees, die bedient werden müssen. So finden sich an einigen Stellen im Film dann doch wieder lästige Fäkalwitze, die das Niveau eher in unterirdische Bahnen ziehen. Oh guck mal, der hat in das BD gek*** – wie witzig, da steht jemand nackt am Straßenrand. Auf einen solchen Humor hätte man zumindest in diesem Film komplett verzichten können, zeigt doch der große Rest, dass man durch witzige Dialoge und charmante Charaktere alleine genug Witz übertragen kann. Der britische Versuch in eine Reihe mit Filmen wie „American Pie“ zu gelangen, scheint immerhin gleichzeitig gelungen wie fehlgeschlagen. Zwar wirkt der Streifen nämlich keineswegs wie das amerikanische Vorbild, dafür kann allerdings auf seine Art und Weise halbwegs überzeugen. Das ist auch gut so, denn eine billige Kopie hätte erst recht keiner sehen wollen!


Das Fazit von: Benji

Benji

Als ich aus dem Kino kam, wusste ich irgendwie nicht, was ich von diesem Film halten sollte. Klar ist eine Teenager-Komödie zwangsläufig mit diversen Stereotypen und leichtem Humor verbunden, aber „Sex on the Beach“ weiß das letztlich gut zu verpacken. Die vier Charaktere, die hier wie die junge Variante der „Hangover“-Clique wirkt, bietet einen gewissen Charme, um den man als Zuschauer nicht herumkommt. Im Abspann wird z. B. deren Ankunft zuhause gezeigt und tatsächlich hat mich das interessiert. Das beweist zumindest mir, dass dieser Film trotz einiger Ausbrüche unter die Gürtellinie, einiges richtig macht. Dass die Serie, die hier als Vorlage galt, in England ein Tophit ist, wundert mich so zumindest nicht mehr.




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