Sieben Leben

Sieben Leben

Originaltitel: Seven Pounds
Genre: Drama
Regie: Gabriele Muccino
Hauptdarsteller: Will Smith • Rosario Dawson • Woody Harrelson
Laufzeit: ca. 118 Minuten
Label: Sony Pictures
FSK 12

Sieben Leben   13.07.2009 von DeWerni

Will Smith schlüpft hier in die Rolle des gutherzigen Finanzbeamten Ben Thomas. Dieser versucht Leute mit hohen Steuerschulden ausfindig zu machen, sie anschließend auf die Prüfung zu stellen, um ihnen dann die Steuereintreiber vom Leib zu halten. Doch was will er eigentlich damit bezwecken? Lest einfach weiter…
 
„Gott schuf die Welt in sieben Tagen. Ich habe meine in sieben Sekunden zerschmettert.“ – Das sind die Worte des gutherzigen angeblichen Finanzbeamten Ben Thomas (Will Smith), die ihm permanent durch den Kopf gehen seit dem schrecklichsten Tag in seinem Leben. Dabei versucht er, Leute ausfindig zu machen, die hohe Steuerschulden beim Staat haben. Mit diesen unterhält er sich anschließend um herauszufinden, ob sie gute Menschen sind oder nicht. Allerdings beobachtet er sie auch ohne ihr Wissen um sicherzugehen, dass er die richtige Entscheidung fällt. Diese kann für die Betroffenen von einschneidender Wirkung sein. Sollten sie gute Menschen sein, werden die Schulden als vorerst uneintreibbar eingestuft, so dass sie zunächst mit keinerlei Konsequenzen mehr des Staates zu rechnen haben. Er geht bei seinen Nachforschungen nach einer Liste von sieben Leuten vor. Dabei verhält er sich, was seine Person selbst angeht, doch meist recht mysteriös, als ob es ein Geheimnis um seine Person gäbe…

Zunächst hat es ihm bei seinen Beobachtungen der Arzt Stewart Goodman (Tim Kelleher) angetan, wobei er von diesem nicht wirklich begeistert ist. Er scheint seine Patienten nicht wirklich gut zu behandeln, so dass Ben ihm die Aufschiebung der Schulden versagt. Eine weitere Person, der er nachgeht, ist der blinde Pianist Ezra (Woody Harrelson). Dieser wird in einem Telefoninterview in seinem Job als Vertreter eines Fleischlieferanten ausgiebig befragt und während seiner Freizeit im Pub beobachtet, so dass Ben schließlich feststellt, dass Ezra ein guter Mensch ist und seine milde Gabe durchaus verdient hat. Während des Films stellt Ben noch einige weitere Personen auf den Prüfstand bis er schließlich die Herzkranke Emily Posa (Rosario Dawson) durch seine Nachforschungen trifft. Gerade weil sie dem Tod durch ihre Krankheit ins Auge blicken kann und dazu noch auf ein Spenderherz angewiesen ist, um in den nächsten vier bis sechs Wochen nicht zu sterben, erregt sie sein besonderes Interesse. Es entwickelt sich eine Art Freundschaft zwischen ihnen. Nun erfährt man auch, unter welchen Umständen Ben Thomas wohnt. Er hat sich „bis zu seinem Tode“ in einem kleinen Motelzimmer eingemietet. Außerdem richtet er dies sehr seltsam ein, so lässt er zum Beispiel ein Aquarium mit einer Qualle in sein Zimmer schaffen.

Mittlerweile wird die Beziehung zu Emiliy Posa immer intensiver. Auch erfährt man, dass er anscheinend irgendetwas plant. Seinen Bruder (Michael Ealy) versucht er komplett von sich fernzuhalten, und seine Freund und Anwalt Dan (Barry Pepper) verrät er nur das Nötigste. Eines Abends scheint sich die Situation zuzuspitzen. Als Emily und Ben sich bei einem wundervollen Abendessen näher kommen, lauert ihm sein Bruder vor dem Haus auf und stellt ihn zur Rede. Er verspricht ihm, ihm alles am nächsten Morgen zu erklären. Doch bevor der Morgen graut, geht es Emily schlechter und Ben beschließt, mit der Ausführung seines Plans zu beginnen…

Was ist das Geheimnisvolle an Ben Thomas? Was haben all die von ihm untersuchten Personen mit der Sache zu tun? Was wird aus seiner speziellen Beziehung zu Emily Posa? Und wieso wohnt Ben eigentlich in einem Motel und hat kein richtiges Zuhause?

Nach „Das Streben nach Glück“ arbeiten die beiden Erfolgsmacher des Streifens wiederum in einem Drama miteinander: Regisseur Gabriele Muccino (Ein letzter Kuss) und Star-Schauspieler Will Smith (I Am Legend, Hancock). Dabei muss man einfach sagen, dass die beiden anpacken können, was sie wollen, es scheint fast immer zu gelingen. Jedenfalls können beide in diesem Drama wiederum überzeugen. Vor allem Will Smith kann seinen Fans momentan einiges bieten, auch was seinen Facettenreichtum angeht: Bad Boys II, Hancock, Das Streben nach Glück, Wild Wild West, I Am Legend, Hitch – Der Datedoktor, Ali oder I Robot. Alles was der mittlerweile 40-jährige, in Pennsylvania geborene Schauspieler in die Hand nimmt, scheint ihm seine Fangemeinde aus den Fingern zu reißen. Er ist einer der Hauptgaranten für das Gelingen und den Erfolg des Films. Dieser wird natürlich auch mit den anderen hochwertigen Nebendarstellern des Films sehr gut abgerundet. Darunter vor allem erwähnenswert sind Rosario Dawson (Sin City, Death Proof - Todsicher), Woody Harrelson (No Country For Old Men, Larry Flint – Die nackte Wahrheit) und Barry Pepper (Der Soldat James Ryan, Flags Of Our Father). So sieht man das Kino der ganz großen Gefühle doch immer wieder gerne!

Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Meiner Meinung nach ist „Sieben Leben“ ein gelungenes Drama. Will Smith überzeugt in der Rolle des gutherzigen Finanzbeamten Ben Thomas. Auch die Story fesselt die vollen 118 Minuten an den Bildschirm. Man fragt sich, warum jemand so etwas wie Ben tut. Natürlich gibt es dafür einen Hintergrund, den man zum Glück erst ganz kurz vor Ende des Films erfährt. So bleibt man jederzeit neugierig und weiß überhaupt nicht, in welche Richtung sich der Film genau entwickelt, auch wenn man immer wieder einzelne Hinweise erfährt, mit denen man aber nicht wirklich etwas anfangen kann. Ganz großes Kino mit super Besetzung. Absolute Empfehlung!


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen