Ghost Machine

Ghost Machine

Originaltitel: Ghost Machine
Genre: Actionthriller
Regie: Chris Hartwill
Hauptdarsteller: Sean Faris • Rachel Taylor
Laufzeit: Ca. 92 Minuten
Label: Sunfilm Entertainment
FSK 16

Ghost Machine   19.10.2010 von DeWerni

Tom und sein Trupp sind bei der Army. Doch in ihrer Freizeit missbrauchen sie den Simulationscomputer der Army für ihre virtuellen Spiele, in die sie sich via Virtual-Reality-Maske hineinversetzen können. Doch dieses Mal hat sich eine fremde Energie in das Game eingeschlichen, die eine blutige Jagd auf die Mitspieler macht…

 

Tom (Sean Faris) arbeitet mit seinen Kumpels bei der Army. Dort üben sie den realen Einsatz in Computersimulationen, in die sich die Soldaten via Virtual-Reality-Maske hineinversetzen. Tom ist dabei für die Ablaufsteuerung und für die Programmierung zuständig. Doch in ihrer Freizeit missbraucht eine kleine Gruppe von Soldaten den Simulationscomputer der Army, um ihre eigenen virtuellen Computerspiele auszutragen. So auch an diesem Abend. Tom fährt mit dem Soldaten Vic (Luke Ford) und seinem freakigen Kumpel Benny (Jonathan Harden) in ein abgelegenes und still gelegtes Gefängnis. Dieses ist abgesperrt und soll in ein Hotel umgebaut werden. Früher diente es dem Verhör von Terroristen. Genau aus diesem Grund sitzt dort der Wachmann Ian (Sam Corry), der sie in das Gebäude hineinlässt. Dort bauen sie alles auf und verteilen in zwei der Gebäudeflügel Sensoren, die die Umgebung virtualisieren und den Gamern als Spielwelt zur Verfügung stellt. Mit dabei ist auch der Nordflügel, in dem sich im Kellergeschoss laut Ian seltsame Dinge abspielen sollen. Das Ziel des Spiels ist es, möglichst lange zu überleben und dabei eine große Anzahl an gegnerischen Soldaten zu erledigen. Vic und Benny stürzen sich gleich mitten in das Geschehen, während Tom die Kontrolle behält und das Spiel und die Gegner steuert.

Zunächst läuft alles ganz planmäßig, doch schnell wird klar, dass dieses Mal irgendwas nicht stimmt. Benny ist auf einmal aus dem Spiel verschwunden und in Realität läuft ihm Blut aus dem Mund. Um ihn aus dem Spiel herauszuholen, muss jemand in die virtuelle Welt und ihn wieder finden. Die mittlerweile eingetroffene und kampferprobte Soldatin Jess (Rachel Taylor) macht sich mit Vic auf die Suche. Plötzlich begegnen sie einer Frau mit einem Beutel über dem Kopf. Diese scheint Benny verschleppt zu haben und mach nun scheinbar auch Jagd auf die anderen. Tom ist dabei verzweifelt, er hat diesen Charakter nicht in das Spiel programmiert. Nachdem nun auch noch Sergeant Taggert (Richard Dormer) aufgetaucht und ihnen auf die Schliche gekommen ist, machen sich alle gemeinsam auf in das Spiel, um Benny und die anderen zu finden und sie aus dem Spiel zu holen. In der Zwischenzeit gelingt es dem seltsamen Wesen sogar, die Spielwelt zur Laufzeit zu verändern, während es weiter die anderen jagt. Doch als plötzlich Taggert im Spiel auftaucht, scheint nur noch er im Fokus des Interesses zu stehen…

Wird es der Truppe gelingen, wieder unversehrt aus dem Spiel herauszukommen? Was ist mit Benny geschehen und können sie ihn dem Wesen wieder entreißen? Und woher kommt das Wesen und was hat es vor?

 

Vom technischen Aspekt ist die Blu-ray eher durchschnittlich. Wenn man dabei aber das geringe Budget berücksichtigt, so geht das Ganze wirklich in Ordnung. Das Bild ist qualitativ sehr unterschiedlich, wirkt teilweise leider etwas detailarm, zu kontrastreich, farblich monoton und zeigt hin und wieder ein leichtes Bildrauschen. Diese Effekte sind natürlich auch etwas als Stilmittel zur Abgrenzung der Spiel- von der realen Welt eingesetzt worden. Die Dialoge sind meist sehr gut zu verstehen und wirken authentisch. Die restlichen Soundeffekte sind ein wenig blass, da doch der Bass mit zu wenig Druck kommt und die hinteren Boxen zu wenig verwendet wurden. Aber auch hier ist die Qualität sehr unterschiedlich, so dass auch wirklich sehr gute Abschnitte dabei sind.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Es ist schon wieder mal längere Zeit her, dass mich einer der Low-Budget-Produktionen überzeugen konnte. Ghost Machine gelingt das aber. Die Story ist schon irgendwie eine Kombination aus „Gamer“ und „Das Netz“, so wie es das Cover auch beschreibt. Sie wirkt eigentlich jederzeit authentisch, führt den Zuschauer in eine Mischung aus virtueller Gamer- und realer Welt und schafft dadurch interessante und spannende Verknüpfungen. Dabei beginnt der Film eigentlich ein wenig langweilig, gegen Ende hin legt er dafür aber ordentlich zu – vom inhaltlichen Aspekt wie auch von der Action. Die schauspielerische Besetzung kann sich auf alle Fälle auch sehen lassen, die Akteure machen ihre Sache meist sehr gut. Selbst die CGI-Effekte wirken hier nicht billig. Ghost Machine ist ein Film, dem ich Fans des Genres wirklich ans Herz legen kann. Auch für alle die „Gamer“ gut finden, wird hier interessantes, neues Futter präsentiert. Gute Umsetzung!


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