The LEGO Batman Movie

The LEGO Batman Movie

Originaltitel: The LEGO Batman Movie
Genre: Animation • Komödie
Regie: Chris McKay
Hauptdarsteller: Will Arnett • Michael Cera • Rosario Dawson
Laufzeit: DVD (101 Min) • BD (104 Min)
Label: Warner Home Video
FSK 6

The LEGO Batman Movie   04.07.2017 von LorD Avenger

(LEGO) Batman ist unschlagbar - selbst, wenn sich sämtliche Schurken Gothams zusammenschließen behält er sowohl einen kühlen Kopf als auch die absolute Überhand. Doch kaum kehrt er zurück in die Bathöhle, holt ihn bereits die Einsamkeit ein, die mit seiner Berufung und seinem selbstverliebten Charakter einhergeht. Selbst der Joker ist von letzterem gekränkt und heckt einen Plan aus, um die Fledermaus mit noch mächtigeren Verbündeten niederzustrecken...

 

The LEGO Batman Movie ist ein bisschen wie Guardians of the Galaxy Vol. 2: Er schaut sich an, was sein Vorgänger - in diesem Fall der indirekte Vorgänger The LEGO Movie - am besten gemacht hat und legt den Fokus darauf. LEGO Batman war zweifelsohne eines der Highlights des Films aus 2013, ebenso wie seine Videospiele Hits sind und eine eigene Verfilmung lag dementsprechend nahe. Die Lizenzvielfalt, die sich LEGO darüber hinaus zu eigen gemacht hat, kann dabei auch nur von Vorteil sein.

 

Sicher schreit der ganze Film vorne und hinten "KINDERFILM!" und ebenso sicher ist er auch für Kinder in einem gewissen Alter empfehlenswert, was Humor und speziell Anspielungen/Parodien angeht, sind aber doch eher die großen Kinder gefragt. Gleich zu Beginn macht der Film deutlich, dass er sämtliche Batman-Film- und Fernsehwerke auf die Schippe nehmen möchte, indem er ihre unvergesslichen Cover und Filmplakate als Flashbacks von LEGO Bruce Waynes Geschichte nutzt - nicht einmal Batman Vs. Superman wird hier vergessen, ebenso wenig die fragwürdige Adam West-Serie aus den 1960ern. Regisseur und Drehbuchautor und wahrscheinlich auch ein Großteil des restlichen Teams waren offenkundig Fans des grummeligen Helden.

 

Ich muss gestehen, dass der Film zwar Spaß macht, viele gute Ideen toll umsetzt und einige Lacher im altbekannten, etwas albernen LEGO-Stil zündet, doch aber ein ganzes Stück hinter dem schlichtweg genialen LEGO Movie herhinkt. Die Story bietet konstante Spannung und wirkt zu keinem Zeitpunkt langweilig oder gestreckt, könnte mit etwas mehr Ernsthaftigkeit sogar problemlos im nächsten richtigen Batman-Film verwendet werden, ist gerade dadurch aber auch nicht so ausgeflippt wie The LEGO Movie, der durch das Besuchen der verschiedenen Welten glatt schon Road Movie-Charakter hatte. Was LEGO Batman vom eigentlichen Franchise abhebt sind die tollen Einbindungen von Crossovern der anderen LEGO-Lizenzen (z.B. Harry Potter, Herr der Ringe, Star Wars...). Selbst MARVEL wird mit in das Universum gemischt, was man wohl sonst nirgendwo zu sehen bekommen würde. Denselben Charme und vor allem denselben Witz des geistigen Vorgängers erreicht man aber noch lange nicht.

 

Bildergalerie von The LEGO Batman Movie (6 Bilder)

Einen Ausgleich bieten die großartigen und prominenten Originalsprecher, wie Will Arnett (Teenage Mutant Ninja Turtles), Zach Galifianakis (Hangover), Rosario Dawson (Iron Fist), Michael Cera (Scott Pilgrim) oder Ralph Fiennes (Lord Voldemort). Zum anderen hält die Blu-Ray saftiges, quasi nicht enden wollendes Bonusmaterial bereit. Von sämtlichen Trailern abgesehen, gibt es noch eine ganze Reihe animierter Kurzfilme, die ebenso animierte und vom großartigen Conan O'Brien moderierte Begrüßung des Casts auf der Comic Con und ganz besonders wertvoll: Die Making Of's. Von Interviews der Sprecher begleitet bekommen wir Einblick in die Synchronisationsarbeit sowie in die Vorbereitung und Umsetzung des Films. Es wird gezeigt und erklärt, dass es ein ganzes Team gab, dass z.B. die Fahrzeuge aus dem Film mit echten LEGO-Steinen gebaut hat, wie das Animations-Team mit einer Bibliothek aus tausenden digitalen LEGO-Steinen arbeitete, wie sie sich mit den Herausforderungen auseinandersetzten, selbst fließende Lava und Wasser LEGO-mäßig erscheinen zu lassen. In den nicht verwendeten Szenen sieht man darüber hinaus schön die der Animation vorausgehenden Schritte, von Zeichnung, über 3D-Modelle, bis hin zur eigentlichen Animation.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

The LEGO Batman Movie erreicht nicht ganz die urkomische Ausgeflipptheit des geistigen Vorgängers und LEGO Batman selbst funktioniert als gelegentlicher Gag auch deutlich besser im Gegensatz zu seiner allgegenwärtigen Rolle als Protagonist, dennoch parodiert der Film seine Vorlage ganz hervorragend und lässt dabei nichts aus - egal ob die Nippelkostüme des George Clooney-Batmans oder der schrille 60er-Jahre Batman, alle kriegen ihr Fett weg. Ein paar Crossover-Charaktere aus Franchises, die man überhaupt nicht erwartet hätte, versüßen einem die Spielzeit, ebenso ein paar nette Wortwitze und großartige Sprecher. Sein Übriges tun die Effekte, die man erst mit dem Anschauen des umfangreichen Bonusmaterials zu schätzen weiß. Die Arbeit und der Gedankengang, die LEGO-Steine nicht einfach nur glatt ins Bild einzufügen, sondern sie benutzt aussehen zu lassen, verstärkt das beabsichtigte Bild, dass wir es hier immer noch mit Spielzeug zu tun haben und alles auch ein Szenario sein könnte, das ein fröhliches Kind mit ausgiebigen Pew Pew-Geräuschen beim Schießen hätte umsetzen können.


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